
Volleyball
02.08.2010
Drei VC-Jungs zur Europameisterschaft U 20
Die drei ehemalige Schüler des Sportgymnasiums Paul Sprung, Oskar Klingner und Simon Hirsch bereiten sich gegenwärtig mit der Deutschen Nationalmannschaft U 20 auf die Europameisterschaft vor, die vom 26.8. bis 6.9.2010 in Weißrussland stattfindet.Im Rahmen der Vorbereitung absolvierte die DVV-Auswahl bisher Länderspiele gegen Belgien, Polen und Argentinien. Beim Spiel gegen Polen in Kienbaum hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel als interessierte Zuschauerin angesagt. In diesem Spiel zog sich Diagonalangreifer Simon Hirsch eine Sprunggelenksverletzung zu, die seinen Einsatz bei der EM gefährdet. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung.
Rolf HieckeVC Dresden
11.02.2010
11.02.2010
Urgestein Anika: Über Berlin zum DSC – und dann Profi in Italien?
Anika Boin ist seit sieben Jahren in Dresden zu Hause und hat seitdem schon viele Siege und Pokale errungen.
Ein Urgestein stellt man sich faltig, ergraut und betagt vor. Es gibt aber auch Ausnahmen – die sind frisch, knackig und gerade mal 17. Wie Anika Boin, unser Schmetterling des Monats Januar.
Die Volleyballerin gehört zu den dienstältesten beim VC Olympia Dresden, wechselte schon in der 6. Klasse vom DJK Colditz in die sächsische Ausbildungs-Mannschaft. In der 7. Klasse zog sie mit Sack und Pack aus der Kleinstadt bei Grimma hierher, fühlt sich mittlerweile als echte Dresdnerin.
Anika ist eine Allrounderin und deswegen so wertvoll für Trainer Jens Tietböhl. Sie begann als Außenangreiferin, half in der vorigen Saison in der Mitte aus, weil Not am Mann war, und ist derzeit Diagonalspielerin. „Dort fühle ich mich auch am wohlsten", gibt sie zu. „Wir sind derzeit ohnehin eine gute Truppe, in der vieles stimmt. Wir spüren: In dieser Saison können wir was reißen." Sprich: Einen Platz auf dem Treppchen in der 2. Bundesliga ergattern.
Das ist gar nicht so leicht für die Mädels gegen die erfahreneren Teams, aber mit Ehrgeiz, Können und dem jugendlichen Elan glichen die Dresdnerinnen vieles aus. „Und die dicken Brocken haben wir fast alle weg, jetzt kommen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte", frohlockt die junge Frau mit dem seltenen Namen. „Ich habe noch keine anderen Boins in Deutschland kennen gelernt."
Das ist gar nicht so leicht für die Mädels gegen die erfahreneren Teams, aber mit Ehrgeiz, Können und dem jugendlichen Elan glichen die Dresdnerinnen vieles aus. „Und die dicken Brocken haben wir fast alle weg, jetzt kommen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte", frohlockt die junge Frau mit dem seltenen Namen. „Ich habe noch keine anderen Boins in Deutschland kennen gelernt."
Eine neue Mannschaft wird sie möglicherweise ab Sommer kennen lernen: Als VC Olympia Berlin wird die deutsche Junioren-Nationalmannschaft eine Saison lang in der 1. Bundesliga spielen. Anika Boin sowie Katharina Schwabe sind von den Dresdnerinnen für dieses Team vorgesehen. Zur Auswahl gehört die 1,90 Meter große Athletin bereits seit 2006, wurde im Vorjahr bei der Jugend-WM Zehnte und bei der EM Vierte. Mit der Sachsen-Auswahl holte Anika zudem den Bundespokalsieg und mit dem DSC DM-Bronze bei den Junioren.
Der DSC ist auch das große Ziel nach dem einjährigen Berlin-Abstecher und dem dann hoffentlich bestanden Abi in der Tasche. „Schließlich sollte man nicht nur auf den Sport bauen", plant sie zweigleisig, träumt allerdings von einer Karriere als Volleyball-Profi. „Die Entwicklung geht auch bei den Frauen in diese Richtung, vor allem natürlich in Italien." Mit Christiane Fürst hat sie da genau das richtige Vorbild aus den eigenen Reihen.
Doch das ist Zukunftsmusik, erst mal soll diese Saison mit dem VCO erfolgreich beendet werden. Kondition tanken die Talente derzeit in Tschechien auf Skiern. Anika: „Es ist zwar schön, mal aus dem Alltagstrott rauszukommen, aber Langlauf ist gar nicht mein Ding." Und wie sie „Schleifer" Tietböhl kennt, müssen sich die Mädels eine Winterferien- oder Faschingsparty nach der täglichen Hatz durch die Loipe auch abschminken ...
Dresdner Morgenpost

























